• Was der Stadt Zürich als „Stadtreparatur“ verkauft wird, ist in Wahrheit ein Verkehrsrezept aus den 70er-Jahren und keine zukunftsgerichtete Lösung für die nächsten Generationen
  • Entgegen den Beteuerungen bringt der Rosengartentunnel eine Erhöhung der Verkehrskapazität von aktuell 4 Spuren auf geplante sechs: zwei oberirdisch, vier im Tunnel). Mit einer dritten Spur zwischen Bucheggplatz und Milchbuck haben die bürgerlichen Parteien im Kantonsrat das ursprüngliche Projekt des Regierungsrates noch erweitert.
  • Die ursprünglich versprochene Begrenzung der Verkehrsmenge auf 56’000 Fahrzeuge ist nirgends festgeschrieben. Der Kantonsrat hat das abgelehnt. Von einer Reduktion der Verkehrsmenge ist schon gar nicht die Rede.
  • Ebenfalls abgelehnt wurde eine durchgängige Abklassierung der oberirdischen Strasse vom Wipkingerplatz bis zum Milchbuck (was dem Stadtrat ermöglich hätte, dort in eigener Kompetenz Tempo 30 einzuführen). Eine solche ist nur noch auf dem Teilstück zwischen Nordstrasse und Bucheggplatz vorgesehen.
  • In der gemeinsamen Medienmitteilung von Stadt und Kanton vom 1.10.13 zur damals vorgestellten „Gesamtstudie“ wurde versprochen: «Als Bestandteil des Gesamtprojekts sollen flankierende Massnahmen weiträumig die Wohnquartiere vom ortsfremden Verkehr entlasten…» Bis heute wurde aber keine einzige solche Massnahme genannt oder konkretisiert geschweige denn in die aktuelle Vorlage aufgenommen.
  • Massnahmen für eine Belebung der Strasse und das Zusammenwachsen des zerschnittenen Quartiers fehlen ebenfalls. Kein einziger Quadratmeter Asphalt wird rückgebaut. Die grossen Tunnelportale am Wipkingerplatz und am Bucheggplatz hingegen belasten die Quartiere massiv.
  • Das Projekt wird immer teurer: in der erwähnten Medienmitteilung wurden die Kosten noch auf 860 Mio. Fr. beziffert. Aktuell ist von 1.1. Milliarden die Rede. Davon sind 3/4 für das Strassenbauprojekt und nur 1/4 fürs Tram. Mit diesem Geld liessen sich viele nützliche Verkehrsprojekte realisieren.